Nachhaltig essen – wie geht das?

Gesundes Essen sollte frisch sein, ballaststoffreich und einfach zuzubereiten. Seit ungefähr 5 Jahren ist ein neuer Aspekt hinzugekommen: die Nachhaltigkeit. Sie wird festgemacht an dem CO2-Wert, der bei der Produktion ansteht. Nachhaltig essen heißt, nicht nur gesund, sondern auch an einem niedrigen CO2 Wert orientiert sein. Je weniger CO2 durch mein Essen anfällt, desto besser für das Klima. Um einschätzen zu können, wie hoch der jeweilige Anteil der Lebensmittel ist, hat das Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) einen CO2-Rechner online gestellt.

Was bedeutet das für meinen Teller?

Weniger Fleisch essen. Wenn Fleisch, dann am besten Wildfleisch. Hülsenfrüchte häufiger verzehren. Täglich Nüsse aus der Region essen. Reis meiden und lieber stattdessen Grünkern oder Dinkel kochen. Viel Obst und Gemüse essen, das aus der Region kommt, damit die Transportwege kurz sind. Butter erzeugt 8 mal soviel Co2 wie Margarine, also hier wertschätzend und sparsam sein.

Die Vielfalt der Zutaten kann deutlich vereinfacht werden: Während Supermärkte zwischen 12000-15000 Produkte bereithalten, ist laut Sternekoch Holger Stromberg eine Anzahl von 100 Produkten vollkommen ausreichend.

Eine Küche, die nachhaltig ist, serviert Essen mit wenigen Zutaten, die möglichst klimafreundliche produziert wurden. Essen aus der Pfalz mit Zutaten vom Pfälzer Landmarkt. Wenn möglich, in Bioqualität.

Trends widerstehen: Da sind starke Kräfte am Werk, denn die Industrie möchte uns ja immer wieder neue Produkte verkaufen, die scheinbar gesundheitsfördernd sind. Ein Beispiel dafür sind die Smoothies. Leuchtende Farben in hübschen Gläsern lassen nicht auf den ersten Blick erkennen, dass es sich um zuckerreiche hochkalorische Lebensmittel handelt, die so nebenbei konsumiert dazu beitragen, dass man Übergewicht entwickelt. Eine regionale Karotte oder Apfel zu kauen sättigt und ist praktizierter Umweltschutz. Ein weiteres Beispiel sind teure gesüßte Riegel mit Haferflocken. Einfacher sind selbstgemachte Müslis, sehr kostengünstig und gesundheitsfördernd.

Essen hat ganz viel mit Bewusstsein zu tun. Wir treffen jeden Tag 200 Entscheidungen darüber, was wir essen, davon sind aber nur 15 bewusst, alle anderen laufen über unsere geliebten Gewohnheiten über Autopilot. Es lohnt sich also, die eigene Verantwortung für nachhaltiges Essen mehr in den Blick zu nehmen und bewusste Entscheidungen zu treffen.

Zusammenfassend gesagt: Nachhaltig essen heißt frisch zubereitete Mahlzeiten zu verzehren, die wenig Fleisch enthalten, wenig vorgefertigte industrielle Produkte verwenden und reichlich Obst und Gemüse aus regionalem Anbau mit dem Fahrrad oder zu Fuß einzukaufen. Mit Köpfchen die CO2-Werte zu prüfen über www.klimatarier.com. Pfälzer Produkte zu wählen, womöglich in Bioqualität und viele andere Produkte einfach wegzulassen ist ein guter Beitrag, klimaschonend zu handeln.