Regional, saisonal, nach Möglichkeit aus biologischem Anbau, vollwertig und nicht zu fleischlastig: So sieht nach Ansicht von Ernährungsberaterin Claudia Kirst eine ausgewogene, gesunde Ernährung aus. Ein Schlagwort darf dabei nicht fehlen: Die „Gemüsefizierung“ der Mahlzeiten liegt ihr am Herzen.

„Am besten schauen sie beim Hofladen ihres Vertrauens nach saisonalen Gemüsesorten und Lebensmitteln“, so ihr Tipp. Die ein oder andere Zubereitungsidee könne man dort ebenfalls erfragen. Alternativen bietet auch der Wochenmarkt oder die Bestellung einer Biokiste So unterstützten Käufer nicht nur die lokalen Landwirte, sondern man erhalte direkt vom Anbieter genaue Infos über dessen Produkte und die Anbaumethoden. „Die kurzen Transportwege und die geringen Lagerzeiten erhalten die Lebensmittel frischer und ihre Herstellung nachhaltiger“, erklärt Kirst, die als Dozentin an der Universität Landau tätig ist. „Natürlich ist es löblich, wenn Menschen weniger Fleisch essen“, ergänzt sie dazu. Wenn sie aber statt dessen auf Avocados und Käse aus Cashew-Nüssen ausweichen würden und dann glauben, sie hätten etwas für die Umwelt getan, so täuschen sie sich. Kirst plädiert für eine gute Mischung: den Schwerpunkt der Mahlzeiten sollte heimisches Gemüse ausmachen, dazu Obst, Hülsenfrüchte, alles möglichst aus biologischem Anbau, Fleisch in geringem Umfang. „Abwechslungsreich und mäßig“, sollen die Mahlzeiten aus ihrer Sicht sein. „Achtsamkeit fängt bei der Ernährung an“, so Kirst.

Ideen für eine ausgewogene, saisonale und regionale Ernährung bietet auch das Internet. Saisonkalender und Rezeptdatenbanken machten es Anfängern einfach leicht, sich möglichst nachhaltig zu ernähren. „Dafür muss man aber manchmal in Kauf nehmen, dass bestimmte Gemüse- oder Obstsorten nicht ganzjährig auf dem Speiseplan stehen“, sagt sie. Natürlich könne man schon im Frühjahr Erdbeeren kaufen. „Die kommen dann aber aus Spanien“ sagt sie. Kirst deutet es für sich als Qualitätsmerkmal von Hofläden, dass dort manche Produkte nicht immer zu haben seien. „Wenn es keine mehligkochenden Kartoffeln beim Bauer meines Vertrauens gibt, dann lass ich das mit der Suppe und koche einfach etwas anderes Leckeres“, meint sie. Möglichkeiten dazu fänden sich genug.

Wer saisonaler kochen will, kann gerne mal den Kohlrabi-Radieschen-Salat, den Frau Kirst aus Pfälzer Radieschen und Kohlrabi kreiert hat, zubereiten und den ersten Pfälzer Spargel gibt es auch schon. Informieren Sie sich über das Angebot der Anbieter, die im Pfälzer Landmarkt präsent sind. Schauen Sie sich auf unseren Seiten von zuhause aus um und kaufen Sie dann regional ein!

Sie möchten mehr darüber lernen, welche Gemüse gerade Saison haben, dann sehen Sie z.B. in die Saisonkalender von Utopia.

Rezeptidee: Kohlrabi-Radieschen-Salat

Mit frischem Gemüse aus der Pfalz

Kohlrabi-Radieschen-Salat

Ein Klick zum Rezept …

Frisches Pfälzer Obst und Gemüse erhalten Sie bei folgenden Anbietern:

Bio Renner

Hauptstrasse 50, 67482 Böbingen

Hofladen Naturkost Nafziger

Wahlbacherhof, 66497 Contwig

Bauernhof Kieffer

Hauptstraße 46, 76889 Schweighofen

Regional im Tal

Zwerlenbachstraße 1, 67468 Neidenfels

Spirkelbacher Mittwochs-Markt

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Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat auf dem Dorfplatz hinter dem Dorfgemeinschaftshaus

Vorbestellungen sind über die Anbieterseite im Pfälzer Landmarkt möglich.